1617 beschreibt der schottische Mathematiker John Napier (1550-1617) in seinem Werk » Rabdologiae seu numeratio per virgulas libri duo  « eine ganz andere, einfache Rechenhilfe für die Multiplikation und Division von zwei Zahlen.

Die » Napiersche Rechenstäbchen  « oder auch » Nepersche Stäbchen  « sind kleine Stäbchen, bei der auf jeder Seite Zahlenreihen des kleinen Ein-Mal-Eins in spezieller Anordnung angebracht sind. Werden diese auf dem Brett aneinander gelegt, so kann das Ergebnis einer Multiplikation abgelesen werden.
Auf 300 v. Chr. wird das älteste erhaltene Rechenbrett datiert, welches nach dem Abakus-Prinzip funktioniert - die » Salaminische Rechentafel  « oder auch » Abakus von Salamis  «. Ein Exemplar davon wird 1846 bei Ausgrabungen auf der Insel Salamis im Saronischen Golf entdeckt.

200 v. Chr. wird in China erstmals ein » Suanpan  « schriftlich erwähnt. Dabei handelt es sich um die chinesische Form eines Abakus.
Bei einer Rechenhilfe wird das Berechnungsergebnis mit Hilfe von sehr simplen Methoden erreicht.

Die älteste bekannte Rechenhilfe ist der » Abakus  «, der vermutlich um 1100 v. Chr. im indo-chinesischen Kulturraum erfunden wurde. In Europa wurde er bis ins 16. Jahrhundert von den antiken Griechen und Römern eingesetzt.

Weitere Formen eines Abakus ist  das chinesische » Suanpan  « , der japanische » Soroban  « und die russische » Stschoty  « .

Heute noch wird der Abakus vom Balkan bis nach China immer noch verwendet.
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